Gone Girl – Trailer

vlcsnap-2014-04-15-17h42m06s134David Fincher ist am Anfang seiner Karriere hauptsächlich als Macher von Musikvideos  bekannt geworden. Das merkt man auch seinen späteren Spielfilmen an, die durch eindrucksvolle Schnitttechniken und ihrer Bildästhetik die meist düstere Grundstimmung des Films zu unterstreichen wissen. Als farbenfroh kann man Finchers Filme wahrlich nicht bezeichnen. Dafür kann man ihm jedoch attestieren, dass seine Filme sowohl auf Bildebene, als auch auf der psychologischen Handlungsebene gut durchdacht und tiefgehend sind. Gerade seine Thriller wie The Social Network (2010), Zodiac (2007) oder Fight Club (1999) sind aufgrund dieser Eigenschaft gut in Erinnerung geblieben.

Zuletzt war Finchers Umsetzung des Stieg Larsson Romans Verblendung (2011) mit Daniel Craig und Rooney Mara in den Kinos. Nun hat er erneut eine Literaturverfilmung abgedreht, die sich momentan  in der Post-Produktion befindet: Die Umsetzung von Gillian Flynns Gone Girl.

In Gone Girl verschwindet Amy Dunne (Rosamund Pike) auf mysteriöse Weise an ihrem Hochzeitstag und ihr Mann Nick (Ben Affleck) gerät sowohl ins Visier der Ermittlungen als auch der medialen Berichterstattung. Doch mit der Zeit scheint alles darauf hinzudeuten, dass Nick seine Frau umgebracht haben könnte, obwohl dieser seine Unschuld beteuert. Für Nick wird die Suche nach seiner Frau zum Kampf für die Wahrheit.

Der erste Trailer zu Gone Girl ist ähnlich beeindruckend wie es damals der erste Trailer zu Verblendung war. Im Trailer selbst wird konsequent der Song She von Elvis Costello eingesetzt. Das könnte auf den ersten Blick abschrecken, da es wie eine absolut unpassende Musik für die Stimmung des Films wirkt. Kenner der literarischen Vorlage werden jedoch den Song aufgrund seines Inhalts als durchaus passend erachten. An dieser Stelle sei aber noch nicht verraten warum, denn dass würde den großen Clou an der Geschichte bereits im Voraus aufdecken. Da jedoch schon Kommentare laut wurden, die behaupteten der Trailer würde das Ende des Films vorwegnehmen sei dazu gesagt, dass man das noch nicht wissen kann. Zwar sieht man am Ende Amys leblosen Körper im Wasser treiben, aber das könnte auch eine Traumsequenz sein. Doch auch Kenner des Buchses sollten sich nicht in falscher Sicherheit wiegen, denn Gillian Flynn, die auch das Drehbuch geschrieben hat, lies verlauten, dass sie das Ende der Geschichte für den Film neu geschrieben hat. Erinnerungen an die filmische Umsetzung von Fight Club (1999) werden wach, die stellenweise ebenfalls vom Buch abwich, aber von den meisten als besser als das Original angesehen wird.

Ich persönlich freue mich auf die Umsetzung da ich das Buch damals aus einer Laune heraus angefangen und sehr schnell durch hatte, aber mit dem Ende etwas unzufrieden war (was wohl an Antipathien bzgl. einiger Figuren im Buch lag). Vielleicht erreicht Gone Girl ja ähnliche Höhen wie es Verblendung für mich 2011 tat.

Ab dem 2. Oktober 2014 kann man sich dann selbst davon überzeugen ob David Fincher erneut eine literarische Vorlage gut für die Leinwand umgesetzt hat.

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