The Rover – Vergeltung im Outback

In The Rover von Regisseur David Michod sind  Guy Pearce und Robert Pattinson als Partner wider Willen im australischen Outback  unterwegs.  Das ist schlecht für die beiden, da vor 10 Jahren die Gesellschaft zusammengebrochen und nun jeder sich selbst der Nächste ist. Das müssen auch Eric (Pearce) und Rey (Pattinson) feststellen. Eric wird von ein paar Dieben um sein Auto erleichtert, die dafür den verletzten Rey (Pattinson) zurücklassen. Der Einzelgänger Eric hat mit dem Wagen das verloren, was ihm als einziges noch von Bedeutung war. Also zwingt er den im Stich gelassenen Rey dazu, ihn zu den anderen Dieben zu führen. Dabei scheint Eric jedes Mittel recht zu sein, um wieder an sein Eigentum zu kommen. Beide haben nichts mehr zu verlieren und sind zu allem bereit. Doch überzeugt euch erst mal selbst von der Stimmung des Films anhand des Trailers:

Der Trailer selbst spart sich zwar explizites Material, aber die brutale Stimmung dieser australischen Endzeitwelt wird mehr als deutlich. In Amerika hat der Film ein R Rating erhalten und wird wohl auch hierzulande nur für Volljährige gedacht zu sein. Neben der düsteren und eindringlichen Stimmung fällt aber auch die große Wandelbarkeit von Guy Pearce auf (man vergleiche seine Auftritte in The Hurt Locker (2008) und Iron Man 3 (2013) mit dem Trailer. Aber auch Pattinsons gekonntes Spiel ist auch nicht von der Hand zu weisen. Vergleicht man das bisherige Material mit anderen Filmen in ähnlichem Setting wird schnell ersichtlich, dass The Rover nicht so abgedreht wie die Mad Max Trilogie (1979 – 1985) oder so pessimistisch wie The Road (2009) ist. Viel mehr ist die Intensität und Brutalität dieser erbarmungslosen Welt deutlich zu spüren und somit das Alleinstellungsmerkmal von The Rover. Als Spieler fühlt man sich durch Pearce‘ Optik und sein zielstrebiges Handeln an Joel aus dem PlayStation 3 Spiel The Last of Us (2013) erinnert, einen der besten Titel des letzten Jahres. Von diesem ist übrigens auch schon eine Verfilmung angekündigt, die lässt aber noch auf sich warten und so ist man mit The Rover wohl vorerst besser bedient.

Sofern er denn bei uns überhaupt erscheint, denn weder ein Veröffentlichungstermin noch ein Verleiher sind bislang für den deutschen Markt bekannt.  Aber noch sollte man nicht besorgt sein, denn der Film wird dieses Jahr in Cannes laufen und ab dem 13. Juni auch in den amerikanischen Kinos. Sofern er dort erfolgreich ist, wonach es momentan aussieht, wird auch einem deutschen Kinostart sicherlich nichts mehr im Wege stehen.

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