Kategorie-Archiv: Features

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Fear The Walking Dead – So Close, Yet So Far S01E02 [Review]

Nachdem die Pilotfolge vom Serien Spin-off Fear The Walking Dead ja eher durchwachsen war, nimmt die zweite Folge mit dem Titel „So Close, Yet So Far“ wieder ordentlich Schwung auf. Wir erinnern uns kurz zurück: Fear The Walking Dead – So Close, Yet So Far S01E02 [Review] weiterlesen

Fear The Walking Dead – Pilot S01E01 [Review]

Aufgrund ihrer expliziten Gewaltdarstellung ist die TV-Serie The Walking Dead nicht jedermanns Geschmack. Trotzdem lässt sich nicht abstreiten, dass diese neben Game of Thrones momentan zu den populärsten Serien der Welt gehört. Was lag da für den Muttersender amc  näher, als sich weiter mit dem Franchise zu beschäftigen und eine neue Serie in der gleichen Welt zu produzieren. Solche Ableger (engl. Spin-off) sind keine Seltenheit und für Sender interessant. In diesen Ablegern können die Sender ihre etablierte Marke weiterleben lassen oder diese nutzen um eine neue, eigenständige Marke zu etablieren. amc veröffentlichte diesen Sonntag in den USA die erste Folge ihres Ablegers Fear The Walking Dead, die tags drauf auch für deutsche Amazon Prime Kunden abrufbar war.

Die Protagonisten von Fear The Walking Dead
Dr FTWD Cast v.l.n.r Alicia, Nick, Madison, Travis, Liza (Ex-Frau von Travis), Christopher, Daniel, Griselda und Ofelia

Wie im Original war auch hier wieder Robert Kirkman, der Autor der Comicvorlage, an der Konzeption der Serie beteiligt. Zeitlich vor The Walking Dead angelegt beschäftigt sich die Serie mit den Ursprüngen der Zombie-Apokalypse. Zentrale Identifikationsfiguren für den Zuschauer entstammen der Patchworkfamilie von Travis und Madison sowie den Kindern Alicia, Nick und Christopher. Zusätzlich hat jede der Figuren  noch so ihre eigenen Probleme: der Englischlehrer Travis hat zwar eine gute Beziehung zur Kollegin Madison, aber sein leiblicher Sohn Christopher steht ihm und der neuen Familie abweisend gegenüber. Die verwitwete Madison beweist als Vertrauenslehrerin zwar viel Empathie aber hat zu ihren eigenen Kinder kein ideales Verhältnis. Ihre Tochter Alicia ist eine gute Schülerin, muss sich aber emotional darauf einstellen, dass sie und ihr Freund Matt wohl in Zukunft auf unterschiedliche Universitäten gehen werden. Nick, Alicias älterer Bruder hat sich wegen seiner Drogenabhängigkeit von der Familie entfernt. Aber die verstörenden Ereignisse zu Beginn der ersten Folge sorgen dafür, dass er sein Leben endlich wieder unter Kontrolle kriegen will. Fear The Walking Dead – Pilot S01E01 [Review] weiterlesen

Lifeline [Review] – Taylor is waiting for you.

Ein Astronaut strandet auf einem fremden Planeten und braucht Hilfe. Klingt nach einem Buch von Andy Weir, das bald auch verfilmt in die Kinos kommt, ist aber im Falle von Lifeline ein Textadventure für Android und iOS, das mich zur zentralen Anlaufstelle des gestrandeten Astronauten macht. Lifeline [Review] – Taylor is waiting for you. weiterlesen

Always online or mostly offline? – Die Grenzen von SVoD-Angeboten

Ich liebe die Möglichkeit jede Serie und jeden Film on Demand zu sehen. Warum sollte ich als Film- und Serien-Junkie diese Möglichkeit auch nicht lieben? Man zahlt einen monatlichen Betrag an einen der vielen VoD-Anbieter und erhält dafür jederzeit Zugriff auf ein großes, gemischtes Angebot von Serien und Filmen. Wenn man zum ersten Mal hinter die Bezahlschranke blickt, scheint das Angebot viel größer als das man es jemals in seiner Gesamtheit ausschöpfen könnte. Es scheint in diesem Augenblick fast so, als ob hätten sich die indirekten Versprechungen der einzelnen Anbieter bewahrheitet:

„Befreie dich von den starren Sendezeiten der TV-Sender und schaue was du willst, wann du willst ohne Einschränkungen.“

It was a very good year

Als ich damals zum Start von Watchever deren Kunde wurde, war ich geplättet. Nicht nur, dass ich auch über meine PlayStation3 bequem Zugriff an meinem Fernseher hatte und erstmal zwei Stunden da saß, um das Angebot überschauen zu können. Watchever führte sogar teilweise Titel, von denen ich vorher nie etwas gehört hatte, die aber anhand ihrer Beschreibung und der Trailer sehr ansprechend klangen. Und dann waren da noch Titel, die ich schon immer mal sehen wollte, aber die entweder nie im Free-TV liefen oder deren Einzelerwerb als DVD kostspielig gewesen wäre. Ich denke da beispielsweise an die Abenteuer von Captain Future und seinen Freunden, die man heute nur noch mit Glück zu selten im TV findet oder für mindestens 200€ als ausverkaufte DVD-Box kaufen kann. Klar, dem wahren Fan ist es das allemal wert. Aber wenn man nur mal wieder sein Retro-Verlangen stillen möchte, dann ist das eindeutig zu teuer. Zudem ist der Instant-Versand noch nicht erfunden. Bis das ersehnte Päckchen eintrifft ist das Retro-Verlangen meist schon wieder abgeklungen.

Da bleibe ich doch lieber beim on Demand Streaming, beginne endlich mit den Sopranos und bin von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt. Ja, mehr sogar noch! Ich schaute damals einzelne Folgen, manchmal sogar ganze Staffeln, mehrfach an, weil die Serie einfach großartig ist! Die Welt von Tony Soprano und seinen beiden Familien (der echten und der beruflichen Familie) ist einfach zu spannend und vielseitig, als das ich sie hätte außer Acht lassen können. In mir stimmte sich damals das wohlig warme Gefühl ein, dass die paar Euro im Monat gut angelegt waren.

Vesuvio

Zeitsprung ins Jahr 2015: Ich befinde mich im ständigen Stress zwischen der Abschlussprüfung und den etlichen Bewerbungen. In einer ruhigen Minute stoße auf einen Verweis an Die Sopranos und sofort ist das alte Gefühl wieder da. Ein schneller Blick in das aktuelle VoD-Angebot sagt mir aber, dass bei keinem der deutschen SVoD-Anbieter Die Sopranos im Angebot enthalten ist. Also weder bei Watchever, Amazon Prime oder Netflix. Der Grund dafür ist einfach, die Rechte zum Streamen der Serie wurden nicht verlängert. Dabei ist es egal, ob die Streaming Anbieter nicht mehr verlängern wollten oder die Inhaber der Verwertungsrechte für Die Sopranos von einer Verlängerung der Streamingrechte absahen. Mit einer einfachen Mitgliedschaft kann ich Die Sopranos also nicht mehr sehen. Eine kurze Analyse der überausnützlichen Seite Werstreamt.es zeigt mir jedoch, dass ich die einzelnen Folgen oder sogar die ganze Staffeln gerne bei diversen Anbietern als Download oder zum Streamen kaufen kann. Aber bei mindestens 20 € pro Staffel oder 140€ für die gesamte Serie – rein digital, kein physischer Datenträger – überlege ich mir das zweimal.

Was sind meine Alternativen? Das illegale Streamen über dubiose Websites mit Pop-up Werbung entfällt aufgrund rechtlicher und moralischer Gründe. Der halblegale Weg auf Youtube nach einem übereifrigen Fan zu suchen, der Folgen spiegelverkehrt oder verfremdet hochgeladen hat, bleibt ohne Ergebnis. Es bleibt einzig der Kauf der Serie auf DVD oder Bluray. Da liege ich dann bei Kosten zwischen 60€ (für die DVDs) und 100€ (für die Blurays) und habe wieder das Problem, dass die Datenträger nicht umgehend zur Verfügung stehen, wie es ein Videostream würde. Die Alternativen zum Videostream sind also für die heutige Zeit unbefriedigend.

Aus einer medienwissenschaftlichen Perspektive sei übrigens noch ein Kommentar zum Trend des Streamens von Filmen und Serien erlaubt. Natürlich ist es auch Sicht der Verwerter sinnvoller die Inhalte als Streams zur Verfügung zu stellen und damit regelmäßige Einnahmen zu haben. Die Alternative wäre eine Auswertung als Download oder Datenträger die einmalig Einnahmen generieren würde und für den Verbraucher sogar noch die Chance der Kopie oder des Weiterverkaufs beinhalten würde. Aber wie erhalten wir Serien und Filme, die unsere gegenwärtig populärsten Kulturgüter sind für künftige Generationen? Bilder, Statuen und Gebäude sind physisch vorhanden und können –richtig gelagert – Jahrhunderte oder noch länger überstehen. Aber filmische Kunst hat sich längst vom Zelluliod oder der DVD als Trägermedium gelöst. Neue Filmproduktionen finden vermehrt digital statt und werden auch so zur Verfügung gestellt. Aber die Existenzdauer eines Servers, der diese Filme zur Verfügung stellt ist im Vergleich zu physischen Datenträgern gering und an viele Bedingungen (Strom, Internetanschluss, passende Software…) geknüpft. Alleine darum sollten mündige Filmfreunde, die über den bloßen Filmkonsum hinaus denken, Distributionsalternativen zum Streaming in Form von Datenträgern oder Filmdateien ohne Kopierschutz fordern.

Fazit: Diamonds and Rust

VoD immer noch toll und bringt durch seine großen Anbieter wie Netflix und Amazon sehr gute Eigenproduktinen hervor, für die sich die Anschaffung bereits schafft. Trotzdem ist VoD nicht der verhißene Himmel, sondern muss nüchtern betrachtet werden. Wer Lust auf Klassiker oder Special Interest Titel hat schaut dabei aber in die Röhre. Darum bleibt die DVD/Bluray in der privaten „Videothek“ eine unverzichtbare Alternative. Doch auch hier zeigen sich neue Probleme? Was ist, wenn es keine Heimauswertung auf einem Datenträger gibt? Das ist in Zukunft bei den Simpsons der Fall, deren DVD Boxen zukünftig nicht mehr produziert werden. Der DVD Markt ist zwar auf dem absteigenden Ast, aber noch nicht tot. Es bleibt zu Hoffen, dass er als Alternative zu VoD-Anbietern bestehen kann oder eine kommende Technologie (z.B. bezahlte Downloads ohne Kopierschutz) deren Platz einnimmt.

PS: Die Zwischenüberschriften sind allesamt Musikstücke aus den Sopranos, ein kleines Schmankerl für Fans.

Gute Kurzfilme #5 – Time Trap

Time Trap ist ein recht sympathischer Kurzfilm über einen sonderbaren Weltraumreisenden, der aufgrund einer Panne gestrandet ist und mittels einer Time Trap Ersatzteile besorgen muss. Sehr solide umgesetzt und erinnert in seinen besten Momenten an die unterhaltsame Leichtigkeit von Guardians of the Galaxy mit einem Hauch Star Wars Flair. Der Slapstikanteil des Films stößt zwar etwas befremdlich auf, aber trotzdem kann man Time Trap einen gewissen Charme, der auch vom Pragmatismus des Raumschiffpiloten ausgeht, nicht absprechen. Anschauen und 7 Minuten lang leichte Unterhaltung genießen, ohne die Gürtellinie zu unterschreiten.

Der Film stammt übrigen von Michael Shanks, der auch das Drehbuch schrieb und wurde von LateNite Films umgesetzt. Deren  Showreel im Übrigen auch sehr nett ist (mit Guy Pearce Musikvideo Storm)

Wie werden Horrorfilm-Soundtracks gemacht?

Na, so spät noch in den Tiefen des Internets unterwegs? Dabei gibt es doch hier so viele dunkel Ecken in denen man sich verirren könnte und die durch düstere Klänge untermalt sind. Einmal nicht aufgepasst und schon gibt es…

ein lautes klirrendes Geräusch und an erschreckt sich fast zu Tode. Das kommt nicht unbedingt vom visuellen Input des Films, sondern liegt viel mehr an dessen Sounds. Die Stimmung muss passen und genau da kommt das Waterphone ins Spiel. Mit diesem Instrument lässt sich allerlei schauderhafte  Musik schaffen und das mit nur einem Instrument. Beeindruckend!

Billig sind die Teile übrigens nicht. Es geht bei 1200 € los.

(via Kotzendes Einhorn)

Gute Kurzfilme #4 – Rejected

Zum heutigen Sonntag ein echter Klassiker aus dem Jahre 2000: Rejected von Don Hertzfeldt.

Beim ersten anschauen ist Rejected ein wahrer Genuss. Der Geist arbeitet auf Hochtouren um den Sinn der Geschichte zu begreifen. Dabei ist Rejected sehr einfach gehalten, mit kruden Strichmännchen, einfachen Animationen und wenig Dialogen. Trotzdem nimmt einen Rejected in seiner einfachen Erzählweise über einen Animator für Werbespots, der genau wie seine Werke geistig zerfällt. Die Kurzfilme selbst werden ebenfalls Teil der Handlung und zersetzen sich aufgrund ihrer Ablehnung (engl. rejection). Natürlich wirft der Film die Film die Frage nach Authentizität und Realitätsbezug auf. Beides kann jedoch verneint werden, laut Hertzfeldt ist jedoch der experimentelle Charakter des Films höher einzuschätzen. Ein kleines Juwel, das nicht umsonst eine Oscar Nominierung als Bester Animationsfilm 2001 erhielt.

 

Dir gefiel Rejected? Dann könnte dir auch Too Many Cooks gefallen.

Gute Kurzfilme #3 – ISOLATED

Licht aus, Handy lautlos schalten und Kopfhörer aufziehen, denn der dritte Kurzfilm aus der Reihe „Gute Kurzfilme“ hat es durchaus in sich. Fiebert mit in ISOLATED:

Protagonist Evan wacht nach einem Unfall am Steuer seines Taxis auf, findet sich in der scheinbar verlassenen Stadt wieder und einer gefährlichen Bedrohung ausgesetzt. ISOLATED stammt von Peak Pictures und entstand unter der Regie von Tomas Vergara. Dabei ist entstand ein Film, der wie eine 28 Days later Umsetzung von den Pixar Studios wirkt. Doch das ist nichts Negatives! Nein, durch die Umsetzung des Films am Computer flaut der Nervenkitzel zwar ein wenig ab, aber dafür ist eine Kameraarbeit möglich, die man sich bei Realaufnahmen so nicht hinbekommen würde.

Ein packendes Kleinod, das in knapp 5 Minuten erreicht, woran viele andere Horror-Thriller heutzutage sogar in 90+ Minuten scheitern.

Gute Kurzfilme #2 – He Took His Skin Off For Me

Weiter geht es in der neuen Reihe für gute Kurzfilme. Heute mit: He Took His Skin Off For Me.

Die Geschichte von einem Mann, der sich aus Liebe zu seiner Freundin die Haut abzieht entstand nach einer Kurzgeschichte von Maria Hummer und ist die Abschlussarbeit von Ben Aston an der London Film School. Besonders beeindruckend, die Special Effects, die ohne den Einsatz von CGI entstanden.

(via nerdcore)