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Gute Kurzfilme #5 – Time Trap

Time Trap ist ein recht sympathischer Kurzfilm über einen sonderbaren Weltraumreisenden, der aufgrund einer Panne gestrandet ist und mittels einer Time Trap Ersatzteile besorgen muss. Sehr solide umgesetzt und erinnert in seinen besten Momenten an die unterhaltsame Leichtigkeit von Guardians of the Galaxy mit einem Hauch Star Wars Flair. Der Slapstikanteil des Films stößt zwar etwas befremdlich auf, aber trotzdem kann man Time Trap einen gewissen Charme, der auch vom Pragmatismus des Raumschiffpiloten ausgeht, nicht absprechen. Anschauen und 7 Minuten lang leichte Unterhaltung genießen, ohne die Gürtellinie zu unterschreiten.

Der Film stammt übrigen von Michael Shanks, der auch das Drehbuch schrieb und wurde von LateNite Films umgesetzt. Deren  Showreel im Übrigen auch sehr nett ist (mit Guy Pearce Musikvideo Storm)

Gute Kurzfilme #4 – Rejected

Zum heutigen Sonntag ein echter Klassiker aus dem Jahre 2000: Rejected von Don Hertzfeldt.

Beim ersten anschauen ist Rejected ein wahrer Genuss. Der Geist arbeitet auf Hochtouren um den Sinn der Geschichte zu begreifen. Dabei ist Rejected sehr einfach gehalten, mit kruden Strichmännchen, einfachen Animationen und wenig Dialogen. Trotzdem nimmt einen Rejected in seiner einfachen Erzählweise über einen Animator für Werbespots, der genau wie seine Werke geistig zerfällt. Die Kurzfilme selbst werden ebenfalls Teil der Handlung und zersetzen sich aufgrund ihrer Ablehnung (engl. rejection). Natürlich wirft der Film die Film die Frage nach Authentizität und Realitätsbezug auf. Beides kann jedoch verneint werden, laut Hertzfeldt ist jedoch der experimentelle Charakter des Films höher einzuschätzen. Ein kleines Juwel, das nicht umsonst eine Oscar Nominierung als Bester Animationsfilm 2001 erhielt.

 

Dir gefiel Rejected? Dann könnte dir auch Too Many Cooks gefallen.

Gute Kurzfilme #3 – ISOLATED

Licht aus, Handy lautlos schalten und Kopfhörer aufziehen, denn der dritte Kurzfilm aus der Reihe „Gute Kurzfilme“ hat es durchaus in sich. Fiebert mit in ISOLATED:

Protagonist Evan wacht nach einem Unfall am Steuer seines Taxis auf, findet sich in der scheinbar verlassenen Stadt wieder und einer gefährlichen Bedrohung ausgesetzt. ISOLATED stammt von Peak Pictures und entstand unter der Regie von Tomas Vergara. Dabei ist entstand ein Film, der wie eine 28 Days later Umsetzung von den Pixar Studios wirkt. Doch das ist nichts Negatives! Nein, durch die Umsetzung des Films am Computer flaut der Nervenkitzel zwar ein wenig ab, aber dafür ist eine Kameraarbeit möglich, die man sich bei Realaufnahmen so nicht hinbekommen würde.

Ein packendes Kleinod, das in knapp 5 Minuten erreicht, woran viele andere Horror-Thriller heutzutage sogar in 90+ Minuten scheitern.

Gute Kurzfilme #2 – He Took His Skin Off For Me

Weiter geht es in der neuen Reihe für gute Kurzfilme. Heute mit: He Took His Skin Off For Me.

Die Geschichte von einem Mann, der sich aus Liebe zu seiner Freundin die Haut abzieht entstand nach einer Kurzgeschichte von Maria Hummer und ist die Abschlussarbeit von Ben Aston an der London Film School. Besonders beeindruckend, die Special Effects, die ohne den Einsatz von CGI entstanden.

(via nerdcore)

Gute Kurzfilme #1 – Bad Day At The Office

Der Kurzfilm ist eine Filmgenre, dass meiner Meinung nach stark unterschätzt wird. Doch gerade seine Kompaktheit macht den besonderen Reiz aus.  Anstatt 90 Minuten oder mehr damit zu verbringen Welten logisch einzuführen oder pathetische Momente zu strecken, geht der Kurzfilm direkt in media res. Obwohl früher Kurzfilme auch im Kino vor der Hauptvorstellung liefen, fristeten diese lange Zeit nur noch ein Nischendasein. Erst ein ab ca. 1995 einsetzendes Revival durch seine Verbreitung im Internet half dem Kurzfilm wieder ein Publikum für sich zu gewinnen. Zwar ist der Kurzfilm immer noch weit davon entfernt ein gewinnbringendes mediales Produkt für seine Macher zu sein, aber er eignet sich ideal als Einstieg für junge und/oder experimentelle Filmemacher. Aufgrund ihrer Länge und da sie kostenlos, legal im Internet angeschaut werden können, eigenen sie sich sehr gut, um sie mit Freunden und Filminteressierten zu teilen. Was hier nun auf regelmäßiger Basis stattfinden soll.

tldr: Kurzfilme sind toll, ab jetzt gibt’s hier mehr davon.

Den Anfang macht: Bad Day At The Office.

Dieser bringt uns den schmerzlichen Arbeitsalltag von Wallace D. Popple näher. Ideal für den Montag morgen. Wunderschön im Bild eingefangen, ein Erzähler der irgendwo zwischen Dr. Seuss und The Stanley Parable angesiedelt ist und eine Wendepunkt in der Erzählung der an den namenlosen Protagonisten aus Fight Club erinnern lässt. Hinter dem Film steckt die Creative Agency Studio Hansa, welche sich über Kickstarter Unterstützung für dieses Projekt sicherte.

Absolut sehenswert und damit ein guter Start für diese neue Reihe hier!